Wissenswertes
über die Herkunft und Entstehung/Entwicklung von
Kamagra. Kamagra, der Wirkstoff Sildenafil ist der Freiname eines
Arzneistoffes, der 1998 von der US-amerikanischen Firma Pfizer unter
dem Namen Viagra zur Behandlung der erektilen Dysfunktion
(Erektionsstörungen) beim Mann, als Tabletten zu 25, 50 und
100 mg auf den Markt gebracht wurde. Seit 2006 wird Sildenafil von der
Firma Pfizer zusätzlich als Arzneistoff zur Behandlung der
idiopathischen pulmonal-arteriellen Hypertonie unter dem Markennamen
Revatio mit Tabletten zu 20 mg vermarktet. Sildenafil war der erste
Arzneistoff der Wirkstoffklasse der PDE-5-Hemmer. Umgangssprachlich
wird der Name Viagra gelegentlich auch als Sammelbegriff für
andere Medikamente dieser Wirkstoffgruppe, beispielsweise Tadalafil
(Cialis), Vardenafil (Levitra) verwendet. Ein Teil des physiologischen
Prozesses der Erektion beinhaltet die Freisetzung von Stickstoffmonoxid
(NO) im Corpus cavernosum. Dadurch wird das Enzym Guanylatzyklase
aktiviert, welches die Ausschüttung von cyclischen
Guanosinmonophosphat (cGMP) erhöht. So wird eine leichte
Muskelentspannung im Corpus Cavernosum ausgelöst, welche das
Einströmen von Blut und damit die Erektion
ermöglicht. Sildenafil ist ein potenter selektiver Hemmer der
cGMP-spezifischen Phosphodiesterase vom Typ 5 (PDE-5), die für
die Herabsetzung von cGMP im Corpus Cavernosum verantwortlich ist. Als
Resultat wird beim Einsatz von Sildenafil eine normale sexuelle
Stimulation zu erhöhten Leveln von cGMP im Corpus cavernosum
und damit zu einer verstärkten Erektion führen. Ohne
eine sexuelle Stimulation und Aktivierung des NO/cGMP-Systems
löst Sildenafil keine Erektion aus. Der gleiche
Wirkmechanismus trifft auch für die Substanzen Tadalafil und
Vardenafil zu.
Sildenafil wird durch Leberenzyme abgebaut und sowohl über die
Leber als auch über die Nieren ausgeschieden. Wenn es mit
fettreicher Nahrung eingenommen wird, ist ein verzögerter
Abbau und eine verringerte Wirkung zu erwarten.
Nach Studien ermöglicht der Wirkstoff Sildenafil bei 69 % der
männlichen Patienten eine Erektion, die für die Dauer
eines Geschlechtsverkehrs aufrechterhalten wird. Sildenafil hat im
Gegensatz zu den bis dahin eingesetzten Potenzmitteln, die sich die
Patienten z. B. mit der Nadel in den Penis spritzen mussten, den
Vorteil, dass es nur dann wirkt, wenn der Patient auch sexuell erregt
ist.
Ausmaß und Dauer einer Erektion hängen vom
Blutzufluss und Blutabfluss in den Schwellkörpern des Penis
ab. Die Blutzufuhr wird durch ringförmige Muskeln in der
Arterienwand des Corpus cavernosum gesteuert. Im nicht erigierten
Zustand sind diese angespannt und verschließen die
Gefäße. Wird der Mann jedoch sexuell erregt,
führt dies in den betreffenden Muskelzellen zur Bildung von
cGMP (zyklischem Guanosinmonophosphat). Die Muskeln entspannen sich und
der Gefäßquerschnitt wird
vergrößert, was dazu führt, dass
arterielles Blut in die Schwellkörper fließt und
eine Erektion auslöst. Molekularer Gegenspieler des cGMP ist
das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5), welches das cGMP spaltet.
Sildenafil wirkt dadurch, dass es PDE-5 blockiert und dafür
sorgt, dass auch geringe Mengen von cGMP zu einer Erektion
führen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Viagra auch bei
Non-Respondern wirken kann, wenn vorher Arginin gegeben worden war.
Zudem konnte bei Sildenafil eine Art Dosiseinsparungseffekt
festgestellt werden. Arginin setzt ebenfalls NO Stickstoffoxid frei,
welches eine Erweiterung (Dilatation) der Blutgefäße
bewirkt. 2004 hat der Pharmakonzern Pfizer nach mehrjähriger
Forschung entschieden, den Wirkstoff Sildenafil nicht für
Frauen auf den Markt zu bringen. Tests an rund 3000 Frauen mit
sexuellen Funktionsstörungen hätten keine brauchbaren
Ergebnisse geliefert. Nach dem großen Erfolg von Sildenafil
im Einsatz bei Männern sollte eigentlich ein ähnlich
gewinnbringender Markt für Frauen aufgebaut werden. Das
Unternehmen war jedoch (vor allem durch die Fachzeitschrift
„British Medical Journal“) in die Kritik geraten,
unter dem Namen „weibliche sexuelle
Funktionsstörung“ (FSD) gezielt ein Krankheitsbild
zu schaffen. Seit 2006 ist Sildenafil unter dem Markennamen Revatio zur
Behandlung der idiopathischen pulmonal-arteriellen Hypertonie bei
Patienten im NYHA-Stadium III im Handel. Kritiker bemängeln,
dass die zugelassene Dosierung von 3×20 mg für eine
optimale Therapie nicht ausreichend sei und die wichtigsten Studien mit
bis zu 3×80 mg Sildenafil durchgeführt wurden. Diese
Dosierung ist aber in Deutschland nicht für die Therapie
zugelassen. In der Neonatologie wird Sildenafil in letzter Zeit
außerhalb
der Arzneimittelzulassung zunehmend bei extremen Frühgeborenen
mit bronchopulmonaler Dysplasie (BPD) zur Senkung des pulmonalen
arteriellen Gefäßwiderstands eingesetzt. Bei der
Einnahme auftretende Nebenwirkungen: Kopfschmerzen (10,8 %),
Gesichtsrötung (10,9 %), Magenbeschwerden (3 %), Rhinitis (4
%), abnorme visuelle Wahrnehmungen (2,8 %; z. B. blaue Schleier im
Gesichtsfeld, erhöhte Lichtempfindlichkeit), Herabsetzung des
Reaktionsvermögens, Schwindelgefühle, Dyspepsie,
verstopfte Nase, Rücken- und Muskelschmerzen,
verlängerte Dauererektion (Priapismus). Es wurden bereits
Fälle von nichtarteriitischer anteriorer ischämischer
Optikusneuropathie beobachtet.[3] Dies führt in seltenen
Fällen zu Einbußen der Sehfähigkeit oder
zur Erblindung. Die aktuellen Erkenntnisse zu diesen Nebenwirkungen
führten im Sommer 2006 zur Aussendung eines Rote-Hand-Briefes
sowie zur Änderung der Fachinformation für
Sildenafil. Neuerdings liegen auch Hinweise vor auf plötzlich
auftretende Hörstörungen im Zusammenhang mit
Sildenafileinnahme. In der Vergangenheit wurde Sildenafil hin und
wieder durch großaufgemachte Pressemitteilungen bekannt, in
welchen von Todesfällen berichtet wurde. Diese traten aber in
allen nachvollziehbaren Fällen durch Nichtbeachtung der
Kontraindikationen auf. Ein hohes Risiko ist in diesem Zusammenhang,
Sildenafil ohne die Verordnung eines Arztes, der diese Risiken
abschätzen kann, einzunehmen. Kamagra kaufen - Informationen
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